Buche Multiplex - Birke Multiplex

Birke Multiplex Schnittkantendarstellung

BESCHREIBUNG FINNISCHER SPERRHOLZPRODUKTE

 

DER AUFBAU VON STANDARDSPERRHOLZ
Finnisches Sperrholz (wie Birke Siebdruckplatte u. Birke Multiplexplatte) wird aus dünnen, kreuzverleimten Furnierlagen gefertigt. Neben dem kreuzverleimten Standardsperrholz ist eine Vielzahl von Sperrhölzern mit Spezialaufbau für spezifische Anforderungen der Endprodukte erhältlich. Die Nenndicke von Birken-
und Fichtefurnier beträgt 1.4 mm. Bei dicken Nadelholzfurnieren von Nadelholzsperrholz
kann die Furnierdicke im Bereich von 2.0 bis 3.2 mm liegen.
finnische Standardsperrhölzer:
Birke: Ausschließlich aus Birkenfurnieren gefertigtes Sperrholz.
Combi: Sperrholz mit je zwei Birkenfurnieren als Decklagen, dazwischen abwechselnd
Nadelholz- und Birkenfurniere. Combi Mirror: Sperrholz mit je einem Birkenfurnier als Decklage, dazwischen abwechselnd Nadelholz- und Birkenfurniere.
Nadelholz: Sperrholz mit Innenlagen durchgehend aus Nadelholzfurnieren. Decklagen
aus Fichte- oder gegebenenfalls Kieferfurnieren. 2.2 Klassifizierung nach dem aussehen der oberfläche Unbeschichtetes finnisches Standardsperrholz wird nach der Güte seiner Deckfurniere gemäß der Norm EN 635 klassifiziert. Diese Güteklassifizierung beruht auf den Empfehlungen der Norm ISO 2426. Die Oberflächengüteklassen für die vorstehend genannten Sperrhölzer sind in der finnischen Norm SFS 2413 komplett erläutert, die in mancher Hinsicht höhere Anforderungen stellt als die EN 635 und speziell für finnisches Birkensperrholz erstellt wurde. Die Oberflächengüte hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Festigkeitseigenschaften der Platten.

 

VERLEIMUNG
Zum überwiegenden Teil sind finnische Sperrhölzer aus mehreren kreuzverleimten Furnierlagen aufgebaut, die mit Phenolharz-Formaldehydleim verleimt sind. Dieses
Verleimungsverfahren ermöglicht auch den Einsatz unter nassen Außenbedingungen (Nutzungsklasse 3, exterior) unter der Voraussetzung, dass die Platten sorgfältig gestapelt und kantenversiegelt sind. Ein kleiner Teil der Produktion von finnischem kreuzverleimtem Sperrholz wird mit Urea-Formaldehyd-Leim verleimt. Mit dieser Verleimung eignen sich die Platten nur für den Einsatz unter trockenen (Nutzungsklasse 1) oder feuchten (Nutzungsklasse 2) Bedingungen.


Phenolharz-formaldehydverleimtes Sperrholz erfüllt die Anforderungen nach EN 314-2 Nutzungsklasse 3 (exterior). Die Verleimungsqualität entspricht auch weiterhin den früheren nationalen Klassifikationen wie z.B. DIN 68705: BFU 100 oder BS 6566: WBP.
Finnische phenolharz-formaldehydverleimte Sperrholzprodukte geben äußerst geringe
Formaldehydmengen an die Umgebung ab. Urea-formaldehydverleimte Produkte haben geringfügig höhere Werte, erfüllen aber die Anforderungen sämtlicher, auch der strengsten, europäischen EN-Normen in Bezug auf Formaldehydemissionen und -gehalte.

   

FINNISCHES SPERRHOLZ
Die finnische Sperrholzindustrie hat in über 100 Jahren ihr Können auf ein Niveau entwickelt, aufgrund dessen Finnland heute die Position des führenden Sperrholzproduzenten in Europa inne hat. Finnisches veredeltes Birkensperrholz ist heute eines der modernsten Plattenprodukte auf Holzbasis für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen wie Bauwesen, Transportmittelindustrie und zahlreiche Spezialbereiche. Ein weiterer Hauptrohstoff für finnisches Sperrholz ist Fichte. In den vergangenen Jahrzehnten hat die finnische Industrie neue effiziente und umweltfreundliche Technologien für die Herstellung von hochwertigem Fichtensperrholz vor allem für die speziellen Anforderungen der Bauindustrie eingeführt.


QUALITÄTS-, SICHERHEITS- UND UMWELTMANAGEMENTSYSTEME
Finnische Sperrholzhersteller setzen in der Produktion moderne Qualitätsmanagementsysteme ein. Die Produktqualität wird in allen Stufen der Sperrholzfertigung überwacht. Gemessen werden Eigenschaften wie u.a. Furnierdicke, Leimverteilung, Maßgenauigkeit, Gesamtdicke, Verleimungsfestigkeit. Neben der fabriksinternen Qualitätssicherung wird finnisches Sperrholz einer unabhängigen Qualitätskontrolle durch das Technische Forschungszentrum von Finnland VTT unterzogen. Finnisches Sperrholz wie auch dessen Herstellungsprozess erfüllen die Anforderungen der europäischen EN (EuropeanCommittee for Standardisation) -Normen.

Die Produktion der finnischen Industrie hat in vieler Hinsicht einen hohen Standard.
Neben der ständigen Verbesserung der Fertigungstechnologien und der Produktivität
wurde auch die Sicherheit der Produkte und der Produktionsprozesse weiterentwickelt.
Die Grundanforderungen an die Sicherheit der Industrieproduktion werden von den Behörden vorgeschrieben, die auch deren Einhaltung überwachen. Eigene Managementsysteme wie Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagementsysteme sichern eine kontinuierliche, sichere, hochwertige und effiziente Entwicklung der Produktion.
Die meisten finnischen Sperrholzproduzenten arbeiten nach zertifizierten Qualitäts- und
Umweltmanagementsystemen gemäß ISO 9000 und 14001 -Standard.

 

WÄLDER UND UMWELT
Die Wälder Finnlands, die mit einem Areal von 23 Millionen Hektar fast zwei Drittel der
Landesfläche bedecken, sind die wichtigste Naturressource des Landes. Das aktive und
planmäßige Forstmanagement begann im 19. Jahrhundert und schuf die feste Grundlage für den Erfolg der finnischen Forstindustrie. Dank der nach den Grundsätzen der
nachhaltigen Entwicklung handelnden Forstwirtschaft übersteigt das Wachstum der finnischen
Wälder die jährlich eingeschlagene Holzmenge. Die Gesamtholzmenge in den
wachsenden Wirtschaftswäldern Finnlands beträgt rund 1,9 Milliarden Kubikmeter. Effiziente
Forstwirtschaft in Verbindung mit den von der Forstindustrie erbrachten Pionierleistungen
haben Finnland den Aufstieg zu einem der weltweit führenden Forstindustrieländer
ermöglicht. Der Anteil der Forstindustrie vom Gesamtexport Finnlands ist
rund ein Drittel. Ein Eckstein der Forstindustrie Finnlands ist der private Waldbau. Drei Viertel des von der Industrie verarbeiteten Holzrohstoffs stammen aus Privatwäldern. Jede fünfte finnische
Familie besitzt Wald. Neben der Sicherung der Rohholzversorgung hat sich die Waldpflege
als weiteres Ziel gesetzt, die Wälder als dauerhaftes Habitat für die biologische
Vielfalt von Flora und Fauna zu erhalten. Aufgrund des umfassenden finnischen Forstmanagements
hat sich die Fähigkeit der Wälder, Kohlendioxid zu absorbieren, ständig
verbessert und so dazu beigetragen, das Voranschreiten des Treibhauseffekts zu hemmen.

 

ZERTIFIZIERUNG DER WÄLDER
Das nationale Waldzertifizierungssystem Finnlands FFCS (The Finnish Forest Certification
System) ist für die Zertifizierung der finnischen Forstwirtschaftswälder am besten geeignet.
Das von unparteiischer dritter Stelle erteilte Zertifikat weist zuverlässig nach, dass
die Wälder nach den Grundsätzen der nachhaltigen Entwicklung gepflegt werden. Das
FFCS ist nicht nur ein Umwelt-Label zur Kennzeichnung von Produkten, sondern es
kann auch als Teil eines internationalen Umwelt-Labelsystems integriert werden.
Das finnische FFCS Waldzertifizierungssystem hat die Zulassung des Pan-Europäischen
PEFC (The Pan-European Forest Certification) -Systems. Das auf die Holzprodukte oder
deren Verpackung aufgestempelte PEFC-Umweltlabel garantiert, dass der Holzrohstoff
aus Wäldern stammt, die nach dem FFCS System zertifiziert sind. Das setzt die Überwachung
der gesamten Holzbeschaffungskette und des Herstellungsprozesses des Produkts
voraus.

 

HOLZ, DER WICHTIGSTE ROHSTOFF
Der wichtigste Rohstoff für Sperrholz ist die nachwachsende Naturressource Holz. Die
Hauptrohstoffe in der Sperrholzherstellung sind finnische Birke (Betula pendula, Hartholz)
und Fichte (Picea abies, Weichholz). Die im finnischen Klima langsam wachsenden
Bäume erzeugen feinfaseriges Holz von gleichmäßig hoher Qualität.
Birke besitzt eine gleichmäßige Struktur und dank dieser ausgezeichnete Festigkeits-,
Schäl- und Verleimungseigenschaften. Fichte ist im Vergleich zu Birke leichter und ein
wirtschaftlicherer Rohstoff für Sperrholz, das durchgehend aus Fichte aufgebaut ist, sowie
für Sondersperrholz, das sich aus Birke- und Fichtefurnieren zusammensetzt.

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